Hallstatt; Salzkammergut

Das Gräberfeld am Ausgang des Salzbergtales wurde in der grossen Zeit Hallstatts angelegt (750 - 500 v. Chr.). Jene Zeit welche namengebend für das kulturelle Erscheinungsbild Mitteleuropas wurde. Im Niederen Sieg, einem steil abfallenden steinigen Abhang, wurden bis heute mehr als 1300 (!!!) Gräber geborgen. An keinem anderen Ort wurden derart ausserordentliche Mengen von kostbaren Grabbeigaben, die auf eine hoch entwickelte handwerkliche Kunstfertigkeit schliessen lassen, gefunden. In vielen Gräbern wurden wertvolle Beigaben aus Eisen, Bronze, Bernstein, Elfenbein und auch Gold gefunden, die oft von weit her eingehandelt worden waren. Die Menge und die Qualität der Funde sind; nördlich der Alpen einzigartig und begeisterten bereits im 19. Jh. die Fachwelt, was letztlich dazu führte, dass die Epoche der europäischen älteren Eisenzeit nach diesen Funden "Hallstattzeit" genannt wurde. Das Gräberfeld wurde im Jahre 1846 von Bergmeister J.G. Ramsauer anlässlich der Schottergewinnung entdeckt und bis 1863 in seinen wesentlichen Teilen ausgegraben. J.G. Ramsauer hat ausführliche, mit schönen Aquarellen (Bild) reich illustrierte Berichte verfasst, wodurch seine Grabungen zu den ersten wurden, die - auch nach heutigen Masstäben - als wissenschaftlich bezeichnet werden können. Leider konnte ich im Oktober 2002 keine Fotos machen, da es den ganzen Tag stark regnete. Die Gräber sind natürlich keine Megalith Monumente.

Tonwannengräber; J.G. Ramsauer