Etwas im Schatten des Freistein von Attiswil steht
im Burchwald über dem Dorf der Bärner Stein. Der gewaltige Erratiker
hat in etwa die Aussenmasse 6 x 5 x 5 m. Seine Grösse wird mit 200 m³ angegeben, von denen nur etwa 50 m³ sichbar sind. Die Dorfchronik berichtet: "Mit vielen anderen Findlingen, wovon der grösste Bärnerstein
genannt wird, wurde er auf dem Rücken des Rhonegletschers in der letzten Eiszeit über 200 km an seinen
heutigen Standort transportiert. Geologisch ist nachgewiesen das diese Gesteinsart nur im Dent Blanche-Gebiet
vorkommt und Millionen von Jahren alt ist." Der Block wurde erstmals 1896 als schutzwürdig erwähnt und
dann von der "Naturforschenden Gesellschaft Kt. Bern" von der Burgergemeinde Attiswil abgekauft und
dem Naturhistorischen Museum in Bern zum Geschenk gemacht. Am 14. Juni 1940 wurde der Block unter dem Namen
"Bernstein" vom Regierungsrat des Kantons Bern unter Naturschutz gestellt und in die Reihe der geschützten
Natur-Denkmäler aufgenommen. Im interessanten Büchlein Findlinge von Eduard Gerber und Karl Ludwig Schmalz
steht: "Einem vorher namenlosen Block im Burchwald ob Attiswil, der im Jahre 1869 der dortigen Burgergemeinde
abgekauft wurde, hat das mit 32cm hohen Buchstaben eingemeisselte LG Bern den Namen Bernstein
eingetragen." Bei der Bevölkerung heisst er jedoch "Bärnerstei". Früher war dieses harte Granitgestein
ein gesuchtes Baumaterial; so wurde dieser Findling sicher bereits stark
dezimiert, was die zahlreichen noch sichtbaren Bohrlöcher beweisen. Man hat auch hier mit mit nassen Keilen
Teile vom Stein abgesprengt. - Mai 2007