Grabhügel Balmenrain, Schmerikon, Eschenbach, Kt. St. Gallen
Schon in der Jungsteinzeit (3000 v. Chr.) waren die Ufer des Zürichsees besiedelt. Auf Balmenrain zwischen Schmerikon und
Eschenbach entdeckte Jakob Grüninger (1898–1967) zu Beginn der 50er Jahre einige im Wald liegende flache Hügel. Weil er darin
Grabhügel vermutete, führte er im April 1951 eine erste Sondierung durch. Patrick Nagy nahm 1992
Nachgrabungen vor. Die Funde lassen den Schluss zu, dass bei den früheren Bestattungen die Toten am Begräbnisplatz kremiert
wurden. Die Überreste der Verbrennungen wurden zusammengeschoben, von Gefässen umstellt und mit Erde überdeckt. Bei einer
späteren Bestattung lag die begrabene Frau auf einer organischen Unterlage, vielleicht einem Totenbett. Während etwa 250 Jahren
(ca. 750 bis 500 v. Chr.) bestatteten hier Menschen ihre Toten. Sie hatten den Platz sorgfältig gerodet, von hier aus konnte
man die ganze Gegend überblicken. Zwar wurde der Friedhof dieser Menschen gefunden, noch ist aber unbekannt, wo die Siedlungsplätze
lagen. - Februar 2011