Sagen:
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Der Kindlistein auch Heubeeristein genannt, lag in
dem Thälchen der kurz vorher vereinigten zwei Dorfbäche (Weissenbach
und Pündtenbach), hinter dem Dorfe, in der Richtung gegen
Merenschwand. Unter diesem Steine, einem bedeutenden, erratischen
Blocke, befanden sich die Neugebornen. Die Hebamme, welche zum Zwecke
der Abholung der Kindlein bei dem betreffenden Steine eintraf, hatte
anzuklopfen und dann pfeifend einen dreimaligen Rundgang um den Block
herum anzutreten. Brachte sie es zu Stande, den Stein, ohne mit
Pfeifen aussetzen zu müssen, dreimal zu umkreisen, so fand sie ein
Knäblein, im andern Falle ein Mädchen.
In einer weiteren Sage hatte sich die Hebamme mit dem nackten Unaussprechlichen oben auf
den Stein zu setzen und herunter zu
rutschen. So trivial vielleicht Einigen diese Angabe erscheinen mag,
so ist dieselbe doch ganz ernsthaft gemeint. Bei einem so wichtigen
Geschäfte, wie das Erhalten der zukünftigen Generation wird nicht
gespasst.
Sagen nach: Burkhard Reber
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