Name:
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Wirtel
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Typ:
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Findlingsstein
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Quellen:
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Mitteilungen der aargauischen naturforschenden Gesellschaft;
Mühlberg F. - Erster und Zweiter Bericht über die Untersuchung der erratischen Bildung im Kanton Aargau (1869 und 1878)
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Text:
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Erster Bericht: Die äusserste nördliche Verbreitung der Blöcke des Reissgebietes, d. h. wie weit der
Reussgletscher im Aarthal abwärts gedrungen, hat sich noch nicht ermitteln lassen, namendlich ist es noch
unentschieden, welchem Gebiet der Wirtel angehörte, ein grosser Block im Aarbett zwischen Villigen und Böttstein,
gegenüber der Betznau, nördlich von der Mündung des sogenannten Krebsbaches, der nur bei niedrigem Wasserstand
sichtbar ist und von dem die Sage behauptet, er sei einem Riesenfräulein von der Burg Besserstein ab der Spindel
entronnen (Stäbli)
Zweiter Bericht: ... Im Aarebett; Granitblock; durch seine Lage
gesichert ...
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Legende:
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Die Aareriesen
Gewaltige Riesen waren die Erbauer des einst stolzen Schlosses
Besserstein, dessen Trümer man heute noch auf dem Geissberg bei
Villigen besichtigen kann. Sie waren wilde Räuber, und wenn sie
wieder einmal genug Beute in ihre Festung geschleppt hatten, begann
jedes Mal eine riesen Party. Sie zechten und schmatzten alle, nur die
Mutter sass ruhig in einer Ecke und vertrieb sich die Zeit mit
Spinnen. Ihr Rockenstiel war ein Baum, daran kollerte als Wirtel ein
mächtiger Findlingsstein. An diesem Felsbrocken hing das Schicksal
der Riesen. Darum versorgte ihn die Mutter stets selber, ehe sie sich
zur Abendruhe niederlegte.
Einmal sass sie draussen auf der Schlossmauer im Sonnenschein. Sie
war wie gewohnt am Spinnen, während ihr Riesenmann auf den Fluss
hinablauerte. Da erblickte er am anderen Ufer das schöne Aareweib
beim Baden. Die Riesin bemerkte plötzlich die lüsternen Blicke ihres
Mannes. In wütender Eifersucht schleuderte sie ihren Wirtel nach dem
Wasserweib, das rasch in die rettenden Fluten tauchte und sich in
Sicherheit brachte.
Nun geriet aber der Riesenmann in entsetzliches Toben, sah er doch
den Wunderstein, der den Riesen alles Gute sicherte, weggeschleudert
und verloren. Im Zorn ergriff er sein Weib und wollte es mit seinen
gewaltigen Kräften dem Wirtel hinterher in die Tiefe werfen. Doch die
Frau war fast gleich stark wie er, und so kämpften sie zusammen bis
beide den Halt verloren. Sie fielen zusammen vom hohen Burgfelsen und
fanden in der Aare den Tod. So endeten das Glück und die Macht der
Riesen.
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