Bronzezeitliche Begräbnisstätte, Rameren, Birmensdorf, Kt. Zürich
Im Zusammenhang mit dem Bau eines Autobahnzubringers konnten im Wald der Flur "Rameren" vor fünf Jahren zehn
Gräber mit dazu gehörenden Grabgärten, Steinkonzentrationen und linearen Steinaufreihungen ausgegraben werden. Die Befunde
lassen eine strukturierte Gemeinschaftsanlage mit vorwiegend kleinen, aneinanderhängenden Grabhügeln erkennen. Es wurden
Brand- und Körperbestattungen nachgewiesen: einer der Grabhügel enthielt ein beraubtes Zentralgrab, in dem das Skelett eines
etwa 20-jährigen Mannes lag; zu seinem Füssen befand sich ein Haufen mit Leichenbrand von mindestens zwei Individuen. Das
Zentralgrab lag dezentral auf einer rechteckigen Steinpflästerung, die wohl im Zusammenhang mit den Bestattungsfeierlichkeiten
zu sehen ist. Als einziges war Grab 9 mit reichen Bronzebeigaben ausgestattet, dazu gehörte eine Grube mit einem rituell
deponierten Dolch sowie die Reste einer Umfriedung; dieser Befund wird als Familiengrab interpretiert. Das Grabinventar
datiert in die Mittelbronzezeit. - Juli 2011