Der Legende nach soll früher bei den Steinen der Eingang zu einer
unterirdischen Höhle gelegen haben. Dort hatten die Erdmännchen ihre Wohnstatt eingerichtet. Die Leute aus der Umgebung kamen hie
und da vorbei und riefen die kleinen Gesellen zum Spielen heraus. Diese waren recht zutraulich und führten allerlei lustige Tänze und
Sprünge vor. Dankbar nahmen sie kleine Geschenke als Belohnung entgegen. Sie verstanden sich gut mit den Menschen, bis
eines Tages zwei Burschen auf die Idee kamen, den Kleinen einen üblen Streich zu spielen und sie zu quälen. Sie warfen Steine und andere Gegenstände
in die Höhle hinunter. Da hörte man ein Jammern und Stöhnen unter der Erde. Nachts soll das Klagen noch lange zu vernehmen gewesen sein.
Die Erdmännchen aber sind seit jenem Tag verschwunden.
Quelle: Ernst Rochholz:
Schweizersagen aus dem Aargau, 1856, Reprint Olms 1980/1989 |
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