In der Bergwelt von Graubünden, inmitten grüner Matten, sind Faleras Steinreihen schon von weitem zu erkennen. Um die St. Remigius
Kirche, welche in einem schifförmigen Hof steht, sind die Steine in linearen Reihen
aufgestellt. Gemäss Ulrich Büchi, der sein Leben der Vorgeschichte Graubündens
verschrieb, markiert die Hauptsteinreihe die
Sonnenaufgangspunkte vom 21. Mai und 21. Juli am Horizont. Diese Tage waren den Menschen
wichtig, weil das Wetter in diesem Zeitraum über den Erfolg der Ernte entschied. Weiter
hat Büchi noch andere astronomische Orientierungspunkte wie Sonnenwenden,
Tagundnachtgleichen, Sonnenhöchststand und das südliche Monduntergangsextrem darin
entdeckt. Auch der Anfang und das Ende des Bauernkaleders, (11. November bis 2. Februar),
hat er identifiziert. Das Hauptalignement läuft in der westlichen Fortsetzung parallel
zur Linie, durch die Kirchen St. Remigius, S. Sein Ladir und S. Gieri/Ruschein.
Skizze;
Parc La Mutta Falera - August 2001