Auf Schweizer Boden sind Dolmen dünn gesät. Aus alten Landkarten
wissen wir, dass dem früher nicht so war. Die dicken Steinplatten waren insbesondere im letzten Jahrhundert ergiebige
Lieferanten für das Baugewerbe. Lehrmeister Bosshard aus Wisendangen berichtete über eine Gruppe von vier aufgerichteten,
fast drei Meter hohen Steinen zwischen Islikon und Hermatswil. Über den kranzförmig angeordneten Steinen sei eine Deckplatte
gelegen. Nach einer Lithographie im "Anzeiger für schweizerische Geschichte und Alterthumskunde" aus dem Jahre
1858 zu schliessen, handelte es sich um einen mächtigen Dolmen mit spitzen Trägersteinen. Er wurde 1842 gesprengt und in
Bausteine für die Sennhütte in Hermatswil umgewandelt. Die Stelle war lange Zeit mit einer geschnitzten Holztafel
markiert. 1981 wurde ein Findling und einer Metallinfotafel am ehemaligen Standort aufgestellt.
Bild: Dolmen von Hermetschwyl aus Anzeiger für schweizer Geschichte und Alterthumskunde 1958
Zeitungsartikel zum zerstörten Dolmen von Wallikon/Hermatswil: