Zwinglistein, Kappel am Albis; Kt. Zürich

Zwinglis Geburtshaus steht im Toggenburg, wo sein Vater Bauer und Gemeindeammann war. Er war es der Huldrych für den geistlichen Beruf bestimmt hat. In Wildhaus feierte er nach Ausbildung in Basel und Wien seine erste hl. Messe. Er war noch nicht 23 jährig, da verschaffte ihm sein Onkel die Pfarrstelle in Glarus. Mit Feuereifer machte er sich ans Studium der hl. Schrift. Er lernte Griechisch und Hebräisch, damit er die heiligen Bücher in der Ursprache lesen konnte. Als Feldprediger war er mit den Glarnern auf Feldzügen und sah wie die eidgenössischen Söldner zerstritten waren. Weil er gegen die Reisläuferei ankämpfte wurde Huldrych Zwingli aus Glarus vertrieben. Er predigte im Kloster Einsiedeln fortan den Pilgern. Der junge Prediger machte mit seinen mutigen Worten vor allem den Zürchern Eindruck. 1519 wurde er Pfarrer von Zürich. Als die Pest ausbrach wurde er nicht verschont. Während der Krankheit merkte er, wie alles menschliche Tun unnütz war und nur Gott allein als Herr über Leben und Tod gebieten konnte. Er predigte und erklärte im vollen Grossmünster das Gotteswort und die Bibel. Allmählich schaffte Zwingli alles ab, was nach seinem Glauben nicht die Lehre der Bibel war. Er selbst heiratete. Zwingli lies auch die Klöster aufheben, damit wurden natürlich auch die Altgläubigen wach. Der neue Glaube breitete sich aber trotz Tagsatzungen und Religionsgesprächen stetig aus (Bern, Basel, St. Gallen). Die inneren Orte Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern und Zug wollte aber nichts davon wissen. Ein Folge daraus waren die beiden Kappeler Kriege wo Zwingli auch den Tod fand. Die Schweiz aber war gespalten. - Juni 2003