Hexenstein, Kerns; Kt. Obwalden

Der Hexenstein von Kerns ist nahe dem Dorf Sand am Waldrand versteckt. Der Findling ist übersäht mit natürlich entstandenen Schalen. Diese  Näpfe haben die erstaunlichsten Formen. Menschenfüsse sowie jegliche Formen von Bocksfüssen dürfte die Menschen schon in der Frühzeit fasziniert haben. Darum könnte der markante Findling durchaus als Kultstätte gedient haben. Das würde auch erklären warum der Erratiker später vom aufstrebenden christlichen Glauben demonisiert und als Hexenstein bezeichnet wurde. (Mai 2003)

Der Hexenplatz beim Wad - Beim Wad und der Rossmatt bei Kerns, an den Gärten am Waldessaum liegt ein mächtiger Steinblock, indem sich Abdrücke von Menschenfüssen, Hufeisen und Ziegenklauen ganz deutlich erkennbar finden. Das war einst ein Hexenplatz. Die Abdrücke rühren vom Teufel und seinen Gesellen her. Da versammelten sich die Unholde in nächtlicher Stunde; ein grosses Buch wurde gebracht, darin mussten sie sich mit ihrem eigenen Blute einschreiben. Dann sprangen sie hin und her über die Felsplatte, der Teufel sprang ihnen nach. Wen er auf dem Stein erwischte, der kehrte nicht mehr zurück und musste ihm sogleich zur Hölle folgen. aus: Sagen und Gebräuche aus Unterwalden von Franz Niderberger

Der Häxäschtei im Wald

Im Boll unnä und im Wad ussä sind Häxäplätz gsi. Im Wad isch grad underem Wald zuächä ä gryslichä Schtei. Der Tyfel hed dert mid dä Häxä tanzed. Im Schtei sind hit nu d Trämp vo Huf und Bocksfiässä dytlich z gseh.

Häxäplätz

Ufem Boll, i der Wandelä und ufem Häxäschtei im Wad heig der Tyfel alig mid dä Häxä tanzed. Miderä Chärnser Häx syg er ufmenä Bäsä ufs Schtanserhorn gflogä. Dert heigs äs Häxämählti gä mid Fleisch und Wy und Chiächli. Aber alls hed ä nydwärtigä Gui gha.
Nah Mitternacht hed der Tyfel ä Chärnser Häx ufs Bärfäld midem gnu. Dert syg ä prächtigä Palascht gsi und der heig sy midem Tyfel Hochzig gmachd. - Das sell annä sächzächähundertsächsäsächzgi (1666) gsi sy.

aus: Alig hends gseid - Sagen aus Kerns von Karl Imfeld

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