Römerstein und Kleiner Römerstein, Lenzburg; Kt. Aargau
Zwischen Lenzburg und Othmarsingen liegen die eher sanften Erhebungen der Endmoränen des Bünztales aus
der Würmeiszeit. Die bekanntesten Findlinge dieses Moränenkranzes sind der Grosse und der Kleine Römerstein
im nordöstlichen Lenzburger Waldgebiet. Der Grosse Römerstein im Lindwald ist mit einem Volumen von 120 m3 der grösste
Erratiker auf der Endmoräne am Ausgang des Bünztales.
Er wird in älterer Literatur auch Alt Römerstein genannt und war früher grösser.
Der imposanten Granitblock ist umgeben von Feuerstellen und zahlreichen kleineren Blöcken. Am 25. Februar 1867 wurde der Findling durch einen Beschluss der Ortsbürgergemeinde Lenzburg unter Schutz
gestellt. Auf dem Stein steht mit roter Farbe geschrieben: AEVI CLACIALIS TESTIS.
Unweit davon, etwas hinter dem Römischen Theater ist der Kleine Römerstein. Auch
er ist aus Granit und Eigentum der Gemeinde Lenzburg. Gemäss
Kurt Derungs haben sich wohl auch die Steinzeitmenschen zu gewissen
Zeiten hier versammelt, um Jahreszeitenfeste zu feiern
und die Sonnen- und Mondaufgänge zu beobachten. Natürlich
waren die Erratiker vor den Römern da, nach denen sie in der Folge
benannt worden sind. - Juli 2006