lepontische Stele von Sietschen, Lumbrein; Kt. Graubünden

Die Lepontier wechselten im 6. Jahrhundert v. Ch. von der Brand- zur Körperbestattung. Die Toten lagen in steinumrandeten und -bedeckten Gruben, die oberflächlich durch kreisförmige Steinsetzungen markiert waren, in deren Mitte hölzerne oder steinerne Grabstelen standen. Sie konnten in lepontischer Schrift des Verstorbenen Namen tragen oder wie bei der Stele von Sietschen dessen bildlicher Darstellung (hier mit Beil bewaffnet). Die Stele ist heute im Rätischen Museum von Chur.