Der Aelbacher Lochstein, Luthern; Kt. Luzern

Auf der Älbachegg zwischen Hofstatt und Flühen steht am Weg zwischen zwei ehemals mächtigen Eichen eine Steinplatte mit einem Loch. Der Lochstein erinnert an prähistorische Lochsteine, die auf im Jahreslauf wichtige Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Der Älbacher Lochstein liegt etwa in der Achse zwischen dem Sonnenaufgang am längsten und dem Untergang am kürzesten Tag. Der Stein soll auf einer Kreuzung von Wasseradern stehen. In beide Eichen schlug immer wieder der Blitz. 1999 viel eine der beiden Eichen dem Sturm Lothar zum Opfer. Einmal wollten Berner - die Kantonsgrenze ist nah - den Stein ausgraben, das ging aber nicht; der Stein ist zu tief in der Erde verankert.

Dem Pfad zwischen den Eichen folgt die Wilde Jagd, bestehend aus der Sträggele, einer wilden Hexe und dem höllischen Türst sowie einem Rudel meist dreibeiniger Hunde. Die Wilde Jagd braust durch das Loch, und jedes Jahr wird das Loch etwas kleiner. Ihr geriet hier vor Jahrzehnten ein Mann in den Weg; er wurde übel zugerichtet. Ein Störmetzger wollte, der im Altersheim gestorben ist, wollte einmal in der Nacht am Stein vorbei. Er kam von oben den Weg hinunter. Beim Stein konnte er nicht durch. Er musste zurück und einem grossen Umweg machen, um auf die andere Seite des Steines zu gelangen.

Der Weg von Hofstatt zum Lochstein ist gut signalisiert. Eine etwas unheimliche Holzskulptur des Bildhauers David Föhn, Muotathal hilft der Sträggele und dem höllischen Türst etwas auf die Spur zu kommen.