Merzenstein, Seelisberg; Kt. Uri

Gemäss einer alten Sage wollte eine Hexe mit dem Merzenstein die Kirche von Bauen zerstören. Was sie davon abgehalten hat ist nicht überliefert. Oftmals konnte solches Unglück mit dem läuten des Kapellen Glöckleins abgewendet werden.  Ähnliche Sagen wurden oft erzählt obwohl die meisten Kapellen im Urnerland erst im 17./18 Jh. ein Glöcklein bekamen. Vorher wurden die Leute nämlich mit einem Horn für den Rosenkranz zusammengerufen. Der Merzenstein ist ein freiliegender Block auf der Bergterrasse Wyssig oberhalb von Bauen. Aber auch die Liegenschaft heisst Merzenstein. Warum es so heisst weiss man nicht mehr genau. Vor langer Zeit hat man für dieses Heimet einen lokalen Namen gesucht. Da zu dieser Zeit noch bis in den Monat März hinein (März oder Lenz gesprochen), Schnee lag, schaute der weit und breit einzige Stein aus dem Schnee und spiegelte sich in der Sonne. So gab man offensichtlich dem Stein und Flecken Land den Namen Merzenstein. Ob Merzenstein mit einem e oder ä geschrieben wird ist nicht so klar, man hat schon öfters beides gesehen. Die Aussprache ist jedoch ein ä (Märzenstein). Unten im südlich anmutenden Dorf Bauen ist Pater Alberik Zwyssig geboren. Er komponierte den Schweizer Psalm. - Juli 2003