Steinplatte mit Mahlzeichen, Häsigen, Selgis, Kt. Schwyz

Name:

 

Sigismunds-Stein

Typ:

 

Steinplatte mit Mahlzeichen; Schalenstein

Quellen:

 

Fassbind - Denkwürdigkeiten der Kilchhöri Mutah-Thal (1820)
Gerold Meyer - Gemälde des Kt. Schwyz (1835)
Alois Lütolf - Sagen, Bräuche und Legenden aus den fünf Orten (1862)
Xaver Kündig - Eine Fahrtdurchs Muotathal (1927)
Amrein Wilhelm - Urgeschichte des Vierwaldstätter Sees und der Innerschweiz 1939
Alois Gwerder - Heimatkunde Muotathal Band 3 (Zusammenfassung aller Literatur zum Stein)
Hans Steinegger - Schwyzer Sagen, Band II.

Text:

 

Zwischen Schwyz und Muotathal, in der Gegend von Häsingen, dem Selgis gegenüber, liegt an der Landstrasse eine grosse Steinplatte, in welcher die Mahlzeichen von vier Pferdehufen und zwei Menschenfüssen eingeprägt sind. Eine Legende erzählt, dass der hl. Sigismund durch Teufelsgewalt von dem hohen Felsen geschleudert wurde, aber durch Gottes Macht unverletzt blieb, nur die Abdrücke der Pferdefüsse und seiner eigenen zurücklassend.

Sage:

 

Zwischen Schwiz und Mutathal, in der Gegend von Häsingen, dem Selgis gegenüber, liegt an der Landstrasse eine grosse Steinplatte, in welcher die Mahlzeichen von 4 Pferdefüssen und 2 Menschenfüssen eingeprägt sind. Die alten Mutathaler wussten zu erzählen, woher das komme. Da über eine steile hohe Felswand stürzte einmal der Teufel einen Mann zu Ross (nach einigen war`s St. Sigismund, der in Mutathal Kirchenpatron ist) herunter; Gottes Macht hat ihn wunderbar erhalten und liess die Wahrzeichen davon zum ewigen Gedenken auf diesem Steine beim Auffallen entstehen.

Alois Lütolf - Sagen, Bräuche und Legenden aus den fünf Orten (1862)

Bemerkungen:

 

Gemäss eigenen Abklärungen Vorort, Informationen von Anwohnern, Landbesitzer und Förster gibt es den Stein nicht mehr. Die Platte wurde bei Anlegung der neuen Strasse gesprengt und überdeckt.

Abklärungen:

 

Alois Gwerder, Kaplan, Muotathal