Fahrt, Näfels; Kt. Glarus

1388 kam es bei Näfels zur kriegerischen Entscheidung zwischen den freiheitswilligen Glarnern und der habsburgisch-österreichischen Herrschaft. Am Morgen des 9. April zog ein stattliches österreichisches Heer - schätzungsweise 6000 Mann - aus dem Raume Schänis - Weesen gegen das Glarnerland. An der Letzimauer konnten die wenigen Glarner den Feind nicht am Durchbrechen hindern. Die Österreicher zogen sengend und raubend taleinwärts. Unterdessen sammelten sich etwa 600 Glarner an der Rautihalde ob Näfels um das Fridolins Banner. Dort stellten sie die Feide, die dem Letzitor zustrebten, zum Entscheidungskampf. Die Glarner (verstärkt durch einige Urner und Schwyzer) schlugen den mehrfach überlegenen, aber schlecht geordneten Gegner in die Flucht und verfolgten ihn. Mit diesem Sieg befreiten sich die Glarner entgültig von der habsburgischen Herrschaft. Vermutlich schon im Jahre darauf wird zum ewigen Gedenken ein Kreuzgang, die Näfelser Fahr, begangen. Seither zieht am ersten Donnerstag im April eine grosse Schar Glarner zu Fuss nach Näfels. Nach der Rede des Landammans auf der Schneisingerwiese zieht die Fahtsprozession entlang der elf Gedenk- oder Kreuzsteine. Diese stehen in unregelmässigen Abständen zwischen Schneisingen und Mühlhäusern. Die heutigen Standorte sind nicht mehr durchwegs die ursprünglichen. Die Erstellungszeit ist vermutlich bald nach 1388. Beschädigte Steine werden gelegentlich in herkömmlicher Form ersetzt. Die Steine bezeichnen weder Kampfplätze noch Gräber. - April 2003

     Einer der 11 Gedenksteine!