Schnuristein, Oberwil; Kt.Zug

Dieses Gebiet um den Schnuristein war bis ins 18. Jahrhundert als Alp genutzt worden. Beim Schnuristein dürfte es sich um einen Treffpunkt handeln an dem sich damals die Leute zum "schnure" getroffen haben. Auf der Alp Bruschti ob Attinhausen im Kt. Uri gibt es den Sennen- oder Scheidstein. Da haben sich die Älpler jeweils getroffen. Auf diesem Stein dürfte jeweils der Alpvogt gestanden haben und um ihn herum die Bauern die das Vieh auf diese Alp brachten. Hier konnte fast wie an einer Landsgemeinde das Mehr bestimmt werden, wann die Alpzeit beginnt und auch endet. Zusätzlich konnte das Vieh beobachtet werden oder Salz verteilt werden. Am Ende der Alpzeit wurde auf dem Schneidstein auch die Käseteilung vorgenommen und wohl auch das Vieh ausgesondert. Wahrscheinlich handelt es sich beim Schnuristein um einen änlichen Typ Stein. Vielleicht war ja das "schnure" eine Art "politisieren" und könnte ebenfalls von den Älplern hier praktiziert worden sein?. Der Nagelfluh Block auf dem Foto links wäre auf jedenfall ideal um darauf zu stehen und zu argumentieren. Die markante Steingruppe auf dem anderen Foto ist ebenfalls aus Nagelfluh. Die Steine sind regelrecht aufeinader geschoben. Handelt es sich hier um vom Gletscher liegengelassene Findlinge oder hat er die Steine beim bilden der Moräne aufeinander geschoben? - März 2008