Mirakelstein, Selkingen; Kt. Wallis
Nahe der Antoniuskappelle über Selkingen
ist der Mirakelstein schon von weit sichtbar. Der kurze Aufstieg lohnt schon
wegen der Aussicht. Der Stein hatte gemäss Pfarrer Emil Schmid in
prähistorischer Zeit kultische Funktion. Der kantige Pionier der
prähistorischen Forschung im Wallis schrieb: "Der Mirakelstein auf dem Hügel
diente wohl in vorchristlicher Zeit als Kultstätte, wo bei der Sonnenwende und
später am Vorabend des Geburtsfestes des hl. Johannes das hl. Feuer angezündet
wurde. In christlicher Zeit entstand in der Nähe die Kapelle zum Schutz des
Dorfes." Der Stein blieb aber wegen der Sage in Erinnerung. Bei der
Materialbeschaffung für den Kapellenbau soll sich der Stein gelöst haben und
fast einen Mann unter sich begraben haben. In
der Sakristei ist ein Gemälde auf dem ein Mann im letzten Augenblick aus der
Kiesgrube springt. - Juni 2005
