Die Station wurde anlässlich von
Bauarbeiten an der westlichen Peripherie der Stadt entdeckt. Erste Grabungen
wurden unter der Leitung von O.-J. Bocksberger 1961-69 durchgeführt. Von 1971 -
73 führte das Département d`Anthropologie der Stadt Genf weitere Ausgrabungen
aus. Es wurden mehrere Steinkisten und der grosse
Dolmen, welcher heute im
Glashaus zu sehen ist, der Endphase des Neolithikum zugeordnet. Der Zeitraum in
welchem am Dolmen Umbauten und Abänderungen gemacht wurden erstreckt sich aber
vom mittleren Neolithikum bis in die Bronzezeit! Geschichte der Steinkiste in Skizzen
Unterhalb der Megalithnekropole lag eine wesentlich ältere
Siedlung. Der Dolmen liegt auf einem eigenartigen dreieckigen Podium. Er hat
einen Seiteneingang und war wohl nie unter einem Tumulus eingegraben. Die
Grabkammer 2,4 x 1,75m ist aus vier Steinplatten gebildet. Die Öffnung in der
Ostplatte war durch einen ausgeklügelten auf der Kante rollbaren, und in einer
Führung laufenden Stein verschliessbar. Im bereich der Türe war die Plattform
ausgespart, so dass sich ein Eingangskorridor bildete. Interessant ist dass das
im Dolmen abgelagerte Material vor der Neubenutzung ausgeräumt wurde, die
älteren Bestattungen also ausserhalb der Kiste liegen, während sich die neueren
darin befinden. Die Stelen
welche sich in den verschiedenen Perioden vor dem Dolmen befanden sind
Weltberühmt! - Skizze. In der Umgebung standen 11 kleinere Steinkisten aber alle ohne
Plattform und viel einfacher verarbeitet. Sie dienten einfachen Erdbestattungen. - November 2005
Artikel zum Thema:
Helvetia Archaeologica 10/11 (Hrsg.) - Petit-Chasseur, Sion