Im Waldrevier Bärhau erheben sich 63 (!) Grabhügel aus der älteren
Eisenzeit (7. Jh. v. Ch.). Es ist der grösste früheisenzeitliche Friedhof, der bis jetzt
in der Schweiz entdeckt und ausgegraben worden ist. Die Grabhügel
lassen sich schon von ihrer Grösse und Lage her in zwei ungleich grosse Gruppen teilen:
sechzig verhältnismässig kleine, dicht nebeneinander stehende Hügel im Norden und drei
grössere, etwas abseits gegen den Süden. Die kleineren Hügel messen heute
durchschnittlich 5-10m im Durchmesser und etwa 1m in der Höhe. Zum Zeitpunkt ihrer
Errichtung waren sie sicher höher, aber dafür kleiner im Durchmesser. Man fand Urnen und
Bestattungsbeigaben in ihnen. Etwas abseits von dieser Gruppe stehen drei grössere
Hügel. In den beieinander stehenden Gräbern wurde ein Mann und eine Frau mit etlichen
Beigaben begraben. Beide mussten eine wichtige soziale Stellung in der Gemeinschaft gehabt
haben, kannten sich aber nicht. Die Frau wurde etwa 200 Jahre später begraben, in einer
Zeit wo der Friedhof eigentlich nicht mehr benutzt wurde. Der grösste Hügel ist etwa 4m
hoch und hat einen Durchmesser von 30m. Auf seiner Kuppe stehen heute zwei Menhire (siehe Bild). In diesem Hügel wurden mehrere Gräber
und Beigaben gefunden. Die Nekropole wurde um 1900 untersucht. - Mai 2001.