Galgenstein, Wegenstetten; Kt. Aargau

Unweit des Gerichtsortes Erfenmatt stand damals vor dem Asphofübergang im Wegenstetterbann der Galgen. Der sogenannte Galgenstein hat ein Seelenloch. Eine Ueberlieferung sagt , dass die Seelen unreuiger Deliquenten durch das Loch in die Unterwelt gefahren seien. Da sie den Weg zurück durch den Stein nicht mehr fanden, konnten sie auch keinen Schaden mehr anrichten. Auch wird erzählt, dass der Galgen durch das Gewicht, eines zum Tode verurteilten, einmal zusammenbrach. Er wurde nicht wie üblich bei solchen Vorkommnissen begnadigt, sondern musste sein Leben beim nächsten Baummast beenden. Vor dem Jahre 1600 liess Jtelek von Schönau (kurz vor seinem Tod) den Galgen erneuern. (April 2003)

Der Galgenstein soll gemäss Y. Schumacher (Steinkultbuch Schweiz) ursprünglich Teil einer vorzeitlichen Steinkiste gewesen sein. Der prähistorische Kultstein wurde also später zum Rechtsstein umfunktioniert. Der Galgenstein liegt heute mit mehreren Grenzsteinen etwas trist in der Garage von Herrn Hans Schnyder in Wegenstetten. Er hat die Steine vor der Zerstörung geretet.