Fürstengrabhügel von Robank, Wetzikon; Kt. Zürich

Der mächtige Grabhügel von Robank wurde schon verschiedentlich angebohrt, z.B. in den Jahren 1888 und 1907, ohne das Klarheit darüber gewonnen werden konnte, in welcher Zeitepoche das Grabmal errichtet worden war. Die Funde blieben immer sehr spärlich und gehören angeblich in die mittlere Bronzezeit. In jener Epoche war es aber nicht üblich, derart riesige Grabhügel aufzuschütten. In der Hallstattzeit hingegen waren Fürstengräber dieses Ausmasses keine Seltenheit und in Baden-Württemberg (D) sind noch weit grössere bekannt. Meist waren die Fürsten nicht allein in der Grabkammer beerdigt, sondern die ganze Familie oder Gefolgschaft. Der Grabhügel von Robank hat einen Durchmesser von rund 40m und hat heute eine Höhe von 4m. Es ist zu befürchten, dass der Grabhügel wie so viele andere bereits ausgeraubt ist. Der hallstattzeitliche Hügel könnte über einem kleinen mittelbronzezeitlichen Hügel errichtet worden sein. Diese Erscheinung, dass Grabhügel älterer Epochen Jahrhunderte später wiederbenutzt wurden, ist keine Seltenheit - Juli 2003.