römischer Grabstein, Zürich; Kt. Zürich

Der Lindenhof bildet zusammen mit dem Quartier Rathaus den ältesten Kern der Stadt Zürich. Bereits in der frühgeschichtlichen Entwicklung der Stadt in der Zeit der Römer diente dieser hügelige Teil auf der linken Seite der Limmat als Stellung für ein Kastell. So fand man 1747 am heutigen Lindenhof diesen römischen Grabstein mit der bisher ältesten Nennung der Stadt (Stationis Turicensis). Es ist der Grabstein des Lucius Aelius Urbicus um 200 n. Ch. Beim Aufgang zum Lindenhof, an der Pfalzgasse, steht eine Kopie zum Originalstein im Landesmuseum Zürich. Auf dem Stein steht: "D(is) M(anibus), / Hic situs est / L. Ael(ius) Urbicus /qui vixit an(no) / uno m(ensibus) V d(iebus) V // Unio Aug(usti) lib(ertus) / p(rae)p(ositus) sta(tionis) Turicen(sis) / (quadragesimae) G(alliarum) et Ae(lia) Secundin(a) / p(arentes) dulcissim(o) f(ilio.)" Das heisst: "Den Manen. Hier liegt Lucius Aelius Urbicus, der ein Jahr, fünf Monate und fünf Tage lebte. Unio, der freigelassene des Kaisers, Vortsteher des Zürcher Zollpostens des gallischen Zolls, und Aelia Secundina, die Eltern, ihrem süssestem Söhnchen. - Juli 2008

    

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