Neben Haithabu und Birka ist Lindholm Høje (nördlich des Limfjordes, gegenüber von Aalborg) das dritte der grossen Totenarsenale der wikingischen Forschung. Die skandinavischen Völker behielten Ihre religiösen Vorstellungen (Schöpfungsgeschichte der Wikinger) fast die ganze Wikingerzeit hindurch bei. Etwa 700 Bestattungen sind auf dem Gräberfeld nachgewiesen. Sie verehrten heidnische Götter (Asen und Vanen) und beerdigten ihre Toten im Einklang mit den heidnischen Ritualen. Die Objekte, welche aus religiösen Gründen mit ihnen begraben wurden, sind heute eine unschätzbare Informationsquelle über ihr Leben. Die Wikinger kannten zwei Arten der Beerdigung: die Kremation und die Inhumation. Die Leichen sind in Altagskleider und mit ihrem persönlichen Besitz bestattet oder verbrannt worden. Manchmal wurde der Tote in einem Boot oder Wagen beigesetzt. Das lässt darauf schliessen, dass man ein Fortbewegungsmittel für erforderlich hielt, um den Verstorbenen ins Jenseits zu bringen... Zu den reichsten Gräbern der Wikingerzeit gehören die Bootsgräber, aber bootförmige Steinsetzungen dürften eine symbolische Alternative dazu dargestellt haben. Der Friedhof von Linholm Hoje in Nordjütland ist ein sehr gutes Beispiel. Die Bilder stammen vom Januar 1997. Die Steinkonturen, die auch die Formen von Kreisen, Quadraten und Dreiecken haben, enthalten Brandgräber. (noch was interessantes) |