Dolmen du Pradinas, Bidon; Ardèche

Neben der Bretagne ist die Ardèche die französische Region mit der grössten Dichte von Dolmen. Es sind in der Buschlandschaft des Kalksteinsockels rund 700 registriert worden. Das spezifische Landschaftsrelief der Kalkformationen mit seinen Höhlen und Felsdächern, die durch Erosion des porösen Gesteins gebildet wurden, boten einen natürlichen Lebensraum für die Menschen der Steinzeit. Die Dolmen der Ardèche werden anhand der Funde von Knochen- und Kalksteinperlen, Werkzeuge und Waffen der Ferrières-Kultur zugeordnet. Diese Kultur war etwa um 2700 Jahre v. Ch. in der südlichen Ardèche verbreitet. Der Dolmen du Pradinas steht an der Kreuzung der D201 und der D690. Er ist an seinem höchsten Punkt etwa 1. 8m hoch. Er wurde etwas lieblos mit Mörtel repariert und rekonstruiert - Skizze. Der Innenraum hat die Masse 1,2m(breit) x 1,5m(lang) x 1,3m(hoch). Die Seitensteine und der Deckstein haben markante schalenartige Vertiefungen. Diese wurden aber nicht durch Menschenhand gefertigt sondern entstanden durch Erosion. - August 2006