"Man war übereingekommen, den Grenzstein gegen das Bündnerland dort zu setzen, wo ein Balzner und ein Bündner, die gleichzeitig, der eine von Balzers, der andere von Maienfeld, sich auf den Weg machten, einander begegnen würden. Auf der Luziensteig trafen sie zusammen, wo dann auch der Grenzstein gesetzt werden sollte. Der Bündner war damit nicht einverstanden, und der Liechtensteiner lies sich nach langen Verhandlungen bewegen, dass die Grenze um die Strecke nach Norden verlegt werde, die der Eidgenosse den Liechtensteiner zu tragen vermöge. So nahm dieser unseren Landsmann auf den Rücken und trug ihn mit seinen letzten Kräften bis zu der Quelle, die aus dem Felsen hervorbricht und St. Katharinabrunnen genannt wird. Dort brach er tot zusammen."nach: O. Seger |