St. Martin de Corleans; Valle d`Aosta

Der prähistorische Bereich von St. Martin de Corléans enthält die größte Konzentration megalithischer Denkmäler in Italien. Sie wurden im Juni 1969 entdeckt und erstrecken sich über einem Bereich von einem Hektar. Die Monumente wurde im 3. Jahrtausend vor Christus erstellt und über 1000 Jahre verwendet. Die Position zwischen zwei Gebirgsübergängen und wichtigen Metallabbaugebieten, zeugen von strategischem Denken. Zwischen 3000 und 2750 v. Ch. wurden eine Reihe hölzerner Pfosten genau in Richtung eines markanten Felsen errichtet. Die wahrscheinlichste Erklärung für diese Ausrichtung ist, daß wenn der Mond im niedrigsten Winkel zum Äquator steht, er genau von diesem Felsen verdeckt wird. In der zweiten Phase (2750-2400 v. Ch.) wurde die nahe Umgebung parallel zu den Holzpfosten gepflügt. Man fand viele menschliche Zähne welche wie Samen in die Erde gesteckt waren. Einige der berühmten anthropomorphen Stelen (Menhire) und Gräber wurden in dieser Periode errichtet. In der dritten Phase (2400-2100 v. Ch.) wurde ein grosser Dolmen (2,5 x 2,2m) mit einem seitlichen Eingang aufgestellt. Ein kleinerer Dolmen und ein kreisförmiges Grab folgten. Die Gräber sind nach dem Sonnenuntergang an der Sommersonnenwende und nach dem Monduntergang wenn er seine nördlichste Position erreicht hat ausgerichtet. Einige kleinere Gräber wurden während einer 4. Aufbauphase (2100-1900 v. Ch.) errichtet. Als ich in Aosta  war konnte leider nichts besichtigt werden. Der Bereich St. Martin de Corleans wurde mit Holz abgedeckt! Im nahen Museum wurde ich darauf hingewiesen, dass die wervollen Stelen eingelagert sind... Das Bild habe nicht ich gemacht. - Juli 2002