Adernsteine und AdernsterneVon Gerd Pirchl erfundene und geprägte Begriffe. Es handelt sich bei Adernsternen, seiner Ansicht nach, um Kreuzungen von Adern bei denen sich bis zu 56 Adern auf einem Punkt kreuzen. Adernsteine sind kleine, in Bahnen verlegten Rätiasteine (noch ein von Pirchl kreirter Begriff), welche von ihm bei den Adern der Steinkreise gefunden werden. |
AhnensteineEin Begriff der nur in der Esoterik verwendet wird. Ahnensteine sind Steine, die Menschen aufsuchen, um mit sich selber oder mit ihren Ahnen in Kontakt zu treten. Oft sind es Chindlisteine. |
Alignement (auch: Steinreihen)Eine aus vielen einzelnen Menhiren zusammengestellte Steinallee. Nur noch wenige der Steinreihen sind noch vollständig erhalten, können aber, so wie in Carnac, eine Länge von mehr als einem Kilometer erreichen. Einfache Alignements bestehen nur aus einer Reihe von Findlingen, es gibt aber auch mehrere paralell zueinander stehende Steinreihen, die eine richtige Allee bilden. |
Anthropomorphe SteleMehr oder weniger schematische Form einer menschlichen Gestalt. |
Cromlech (auch: Steinkreis)Der alte keltische Begriff bezeichnet zu halbkreisen oder kreisen angeordnete Megalithen, die man häufig am Ende einer Steinallee findet. Die französische Sprache benennt diese Formationen auch als enceintes, Steingehege, ein Begriff der auch in der irischen Forschung als stonehenge auftaucht. Die Steinkreise kommen sehr oft auf Irland, den britischen Inseln und der Bretagne vor. (Imitationen CH) |
Dolmen (auch: Ganggräber)Der Begriff bezeichnet ein Grab, das aus mehreren grossen Steinen gebaut wurde. Dazu wurden Megalithen als Säulen aufgestellt und anschliessend eine grosse flache Steinplatte darüber gelegt. Das Wort wurde aus den bretonischen Begriffen für men=Stein und toal=Tisch gebildet. Die Dolmen stellen den Höhepunkt der Megalithkultur dar und sind begehbare Grabmäler (Kuppelgräber; Galeriegräber;Grossteingräber; Steinkistengräber; Hünengräber). Vermutlich wurden hier mehrere Menschen bestattet, manche Gräber deuten auf die Ruhestätte einer Herscherpersöndlichkeit hin. Die vielen Grabbeigaben, die bisher in Dolmen gefunden wurden, lassen den Rückschluss zu, dass auch diese frühe Kultur auf ein Weiterleben nach dem Tod glaubte. |
Felszeichnungen (auch: Petroglyphen)Vom Menschen geschaffene Schalen und Zeichensteine sind Felszeichnungen im weiteren Sinne. Im engeren Sinne werden Gravuren von Ideogrammen und geometrischen Figuren als Felszeichnungen bezeichnet. Synonym wird international der Begriff Petroglyphen verwendet. Zeittafel |
Findling (auch: Erratiker)An den erratischen Blöcken entfachte sich die erste über Fachkreise hinausgreifende Naturschutz-Diskussion. Waren diese Blöcke jahrhundertelang geheimnisumwittert und sagenumwoben, konkurrierten zu Beginn des 19. Jahrhunderts mehrere wissenschaftliche Erklärungsmodelle miteinander. Dabei sah die Wissenschaft nicht im Eis, sondern im Wasser das Transportmittel der Steine. Ab den späten 1830er Jahren setzte sich dann die Glazialtheorie international durch. So gilt heute: Findlinge sind Zeugen der Gletscher und deren Tätigkeit. Ein Findling ist ein Felsblock, der durch Gletscher weit von seinem ursprünglichen Standort, z.B. aus den Alpen ins Flachland, weggetragen wurde. Sie lassen nach der Gesteinsart auch auf die Zugehörigkeit eines Gebietes zu bestimmten Gletscherzonen schliessen sind aber in der Regel keine Megalithen. Eine erorme Anzahl an Findlingen wurden als Baumaterial verwendet.Lepontische Inschriften/StelenVorrömische, kelto-ligurische Inschriften/Stelen, mit Abarten von etruskischen Schriftzeichen (Alphabet von Lugano) geschrieben. Die Sprache ist nicht eindeutig, teilweise wohl dem Etruskischen verwandt. Andere Alphabete solcher Inschriften sind diejenigen von Sondrio I, Bozen I und Magrè I, die teilweise in den Dialekten der sogenannten rätischen Sprache geschrieben sind. Lepontische Inschriften und Stelen sind keine Megalithen! siehe auch: Menhir-Statuen; Lepontii; Alphabete |
MegalithDer Begriff entstammt den griechischen Worten megas=gross und lithos=Stein und bezeichnet alle von Menschen errichteten Steine, die für den Bau von Prähistorischen Kulturdenkmäler verwendet wurden. Deshalb heisst die Kultur des unbekannten Steinzeitvolkes auch Megalithkultur. Zeit- und Monumentevergleich; Das megalithische Yard |
Menhir (auch: Stele)Eine bretonische Wortschöpfung aus den Begriffen men=Stein und hir=lang. Sie umfasst alle aufgerichteten Steine. Menhire können sowohl einzel stehen oder auch in Reihen und Kreisen angeordnet. Menhir-Statuen; (Imitationen CH)MonolithEinzelner (kunstvoll) bearbeiteter Menhir. (auch: Ogham-Schrift) |
RunensteineRunensteine sind keine Megalithen. Run heisst in altnordisch Geheimnis. Die Schrift- und Kultzeichen entstanden um 200 v. Chr. in Skandinavien und im nördlichen, germanischen Alpengebiet, wo sie aber infolge der Christianisierung wieder verschwanden. Beispiel; Schöpfungsgeschichte der WikingerSchalenstein (auch: Zeichenstein)Schalensteine, französisch Pierres à écuelles, sind Steine mit eingegrabenen, sorgfältig ausgearbeiteten, meist kreisrunden, vereinzelt auch ovalen Vertiefungen oder Grübchen im Durchmesser von 3 - 16 cm. Ab diesem Durchmesser beginnen die Mörsersteine. Schalenarten Der Begriff Schalenstein schliesst die Voraussetzung in sich, das die Vertiefungen künstlich sind, also von Menschenhand und nicht von erosiven Vorgängen herrühren. Meistens sind es erratische Blöcke von wechselnder Grösse, es kann aber auch der anstehende Fels sein. Mehr über Schalensteine. Beispiel |
Tumulus (auch: Cairn)Erdhaufen, welcher über den Dolmen geschüttet wurde und so ein Hügelgrab mit versteckten Kammern bildete. Die meisten Erdaufschüttungen sind heute zerstört, da man sie, um die darunterliegenden Dolmen freizulegen, abtrug. Skizze; (später keltische Fürstengräber; Vorstellung)Wackelsteine (auch: Schwingsteine)Wackelsteine werden auch Schwingstein, Waagstein, Gnepfstein oder Gnappstein genannt. Normal liegt ein Erratiker aufgesetzt über einem anderen, so das er leicht in Bewegung gebracht werden kann. Dies setzt genaue Kenntnis der Gesetzte der Statik voraus. Sie könnten als Orakelsteine, Kult- Opferplätze, Wegweiser oder Alarmsteine verwendet worden sein. Oft sind Wackelsteine mit Schalen oder Petroglyphen versehen. |
ZeichensteineAlle Steine, die ausser Schalen sichere oder vermutete künstliche Bearbeitungen aufweisen und deren Zeitstellung unbestimmt ist, werden Zeichensteine (Bildsteine) genannt. (z. B. Kreuzsymbole; Labyrinthe; Ogham-Schrift; Geschichte) |