Eine auffallende Erscheinung der Gletscheroberfläche bilden die sogenannten Gletschertische, die dadurch entstehen,
dass ein mehr oder minder grosser Stein das unter ihm befindliche Eis vor dem Abschmelzen schützt. Es bildet sich dadurch
ein Eisfuss, der den Stein als grosse Platte trägt. Ist der Felsblock besonders gross, so kann auch der Fuss leicht 2-3
Meter Höhe erreichen. Da der Schmelzvorgang an der Südseite naturgemäss am raschesten erfolgt, so sind fast alle Gletschertische
nach Süden geneigt. Eine solche seltene Naturmerkwürdigleit wurde im Berner Oberland, ganz nahe am Märjelensee, auf dem
linken Ufer des grossen Aletschgletscher beobachtet. Der riesige Felsblock dieses Tisches ruht auf etwa zwei mannshohen
Füssen, durch die ein kleiner aber reissender Gletscherbach strömt (Bild rechts). Die Entstehung dieses Tisches lässt sich so erklähren,
dass bereits, als der Block noch auf der Gletscheroberfläche ruhte, unter ihm ein kleines Rinnsal von Schmelzwasser
entstand., das dann bei zunehmendem Abschmelzen des Gletschers sich weiter vertiefte und verbreitete, so dass dadurch der
mächtige Gletschertisch zwei Beihne erhielt. Eine Ähnlichkeit mit den Dolmen der klassischen Megalithkultur in lässt sich
nicht von der Hand weisen. Der Deckstein liegt bei Dolmen jedoch auf anderen, von Menschen aufgestellten Steinen.
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