Die Gletscheroberfläche folgt grundsätzlich den Formen des Untergrundes. Im Bereich von Krete (Felsschwellen) entstehen auf der Gletscheroberfläche Spalten (Zugrisse) parallel zum Untergrund. In diese Spalten wird das im Sommer entstehende Oberflächen-Schmelzwasser zugeführt und findet über Eiskanäle den Weg auf die Felsoberfläche. Das mit Kiessand beladene Schmelzwasser greift unter grossem Wasserdruck den Felsen an, kolkt denselben aus und bildet den Gletschertopf. Ein grosser, umherwirbelnder Mühlestein (Gletschermühle) war mit Sicherheit nicht an der Bildung von Gletschertöpfen beteiligt. Eine Gletschertopbildung ist auch denkbar, wenn an der Felssohle unter druck stehendes, mit Kiessandfracht beladenes Schmelzwasser, mit grosser Geschwindigkeit abfliesst. Unebenheiten können Turbulenzen (Wirbel) verursachen, die zum eintiefen des Gletschertopfes führt.Im Gebiet des Ober Gibel, über dem Dorfe Schwyz im Kt. Schwyz, sind auf der Felskrete etwa 40 Gletschertöpfe, im Bereich „Gruebi“ deren 7, vorhanden. Die Töpfe weisen meist runde Querschnitte von 1 – 5m Durchmesser, bei einer Tiefe von 2 – 4m auf. Die Grössten haben aber Durchmesser bis zu 15m und können problemlos begangen werden! |