Wackelstein, (Schwingstein, Waagstein, Gnepfstein, Gnappstein)

"Selten wie es scheint, sind bei uns Exemplare der sogenanten Waag- oder Gnappsteine, jene merkwürdigen, mit dem keltischen Gottesdienst mehr oder weniger verwandten und daher daher zum Gegenstand abergläubischer Sagen gewordener Denkmäler, welche in erratische Blöcken bestehen, die anderen solchen Blöcken, dargestalt aufgesetzt sind, dass sie zwar mit leichter Mühe in vertikale Bewegung gesetzt, aber durch keine menschliche Kraft entsetzt werden können". "

Albert Jahn - Die keltischen Alterthümer der Schweiz (1860)"

Wackelsteine werden auch " Schwingstein, Waagstein, Gnepfstein, Gnappstein genannt. "Normal liegt ein Erratiker aufgesetzt über einem anderen, so das er leicht in Bewegung gebracht werden kann. Dies setzt genaue Kenntnis der Gesetzte der Statik voraus. Sie könnten als Orakelsteine, Kult- Opferplätze, Wegweiser verwendet worden sein. Oft sind Wackelsteine mit Schalen oder Petroglyphen versehen. Dietrich Knauer - "Die Rätsel der Felsbilder und Schalensteine" deutet "El Sass de l`Orch" in Verdabbio, den vielleicht letzten Wackelstein der Schweiz, als Alarmstein."