Keltisch-römische Siedlung auf der Engehalbinsel


Auf der Engehalbinsel im Norden Berns, an Bremgarten angrenzend wurden Gräber, Siedlungs- und Wehranlagen aus der Kelten- und Römerzeit entdeckt.Besonders erwähnenswert ist die römische Kleinstadt Brenodurum mit dem Badehaus. Aus keltischer Zeit sind noch verschiedene Wälle erhalten. Der grösste von allen ist der Wall im Zehndermätteli.

 

Der Archäologiepfad gibt einen Einblick in die Erkenntnisse der etablierten Archäologie. Ob das alles so war wie dort beschrieben weiss niemand. Selber hinterfragen hat noch nie geschadet.

 

Beim Kirchgemeindehaus neben der dreieckigen modernen Kirche ist eine Vitrine mit Erklärungen und Kunststoffmodellen.


Keltenwall im Zehndermätteli

46.97987

7.44394


 

Arena Reichenbachstrasse


46.97568

7.45120


Zwischen der stockhässlichen dreieckigen Kirche und dem Behindertenheim ist die Arena. Laut Lehrmeinung war das ein römisches Amphitheater.

 

Diese nahezu runde Anlage mit einer dreieckigen Aussparung und Zugangsrampe war ursprünglich etwa 3 m hoch. Die Mauern waren oben mit einem halbrunden Tuffstein abgedeckt. Zwei solcher Tuffsteine sind noch sichtbar.

 

Die Arena gehörte zu einem Tempelbezirk, der mit Wällen umschlossen war. Jeder Tempelbezirk hatte ein Totemtier. Hier war es gesichertermassen der Bär. Beim Behindertenheim wurden 3 quadratische Tempel archäologisch untersucht und geborgen. Dort wurden unter anderem auch Bärenknochen gefunden.

 

Die Arena könnte also ebenso gut ein Bärengehege gewesen sein. Also eine Art Vorläufer des Bärengrabens. Ausserdem ist die Arena archäoastronomisch ausgerichtet. Sie ist auch Teil der vom Historiker Christoph Pfister entdeckten alten keltischen Landvermessung.

 


Menhirartiger Stein am Waldrand


46.97846

7.45101


Dieser menhirartige Stein steht kaum beachtet am Waldrand, zwischen der Arena und dem römischen Bad. Ob er eine historische Funktion hatte ist unbekannt.