Sagenstein Pedra Fitta

 

46.811748

10.337816

 

Zwischen Sent und Crusch im Unterengadin, an der alten Talstrasse, deren ehemaliger Verlauf noch im Gelände sichtbar ist, erhebt sich ein Tuff-Felsblock von über 5 m Höhe. Er steht dort allein und ist von Menschenhand aufgerichtet.

 

Laut Aussagen des ehemaligen Försters Niculin Bischof von Ramosch wachsen hier drei ausserordentlich seltene Pflanzen, die sonst im Engadin kaum oder gar nicht vorkommen: Weinberglauch, Schwarznessel und Östliche Zackenschote. Die Sonne erhebt sich zur Tagundnachtgleiche im Frühling wie im Herbst über dem höchsten Punkt des Horizonts, dem Piz Schalamberts, und ihre ersten Strahlen fallen genau auf den Stein. Die Vermutung liegt deshalb nahe, dass er sowohl kultische und wie auch kalendarische Bedeutung hatte.

 

Der Volksmund erzählt heute noch, dass dieser Ort ein Hexentanzplatz war und in der Geisterstunde Hexentänze stattfanden, wobei die Musikanten oben auf dem Stein sassen. Es heisst auch, dass junge Mädchen, die den Stein küssen, binnen eines Jahres einen Partner finden.


Foto und Text: Ruedi Ziltener

 

Burgruine San Peder

 

46.81604

0.33298

 

Burg, die wahrscheinlich in eine prähistorische Anlage hinein gebaut wurde.